Liebe oder Fastenzeit?

Seit 1945 ist es nicht mehr vorgekommen, habe ich heute gelernt: Aschermittwoch und Valentinstag fallen auf ein Datum. Herz kleinSoll man dann also nach den tollen Tagen tapfer die Fastenzeit beginnen oder lieber den Tag der Verliebten mit Sekt und Süßigkeiten würdig begehen?

Sicher kommt es auch auf die persönliche Situation an. Macht, was ihr wollt – und wenn ihr nicht gerade beschlossen habt, die nächsten sieben Wochen auf das Lesen zu verzichten, steuere ich auch eine kleine Liebesgeschichte bei, die ihr hier runterladen und gern auch an andere liebe Menschen weiterleiten dürft:
Kundenorientierung

Als ich mir überlegt hatte, zu diesem Anlass eine Geschichte zu schreiben, stellte sich die Frage, was das Thema sein könnte. Liebe an sich ist zwar sehr vielseitig, aber was kann man mit ungefähr 1500 Wörtern erzählen? In diesem Fall habe ich mal wieder auf meine ‘Story Cubes’ zurückgegriffen. Das ist ein Satz von neun Würfeln, deren Seiten statt mit den üblichen Augen mit allen möglichen Bildern und Symbolen versehen sind. Ursprünglich habe ich die für meine Englischkurse angeschafft, denn durch das zufällige Zusammenwürfeln lassen sich im Unterricht immer wieder neue Geschichten erfinden.

Ich habe nur drei Würfel verwendet und bei meinem Wurf die Stichwörter “Fuß”, “traurig” und “Blume” bekommen. Ach ja. Ich hatte es ja nicht anders gewollt. Kann man daraus eine Liebesgeschichte machen? Lest sie und beurteilt es selbst. Viel Vergnügen und – egal was ihr tut – einen schönen 14. Februar.

 

 

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Wochenlang kein Schönheitsschlaf

Ebook-Cover 5bDen Titel kann ich nachempfinden – es war zwar nicht ganz so arg, aber die Umformatierung der Druckvorlage zur Ebook-Datei erforderte mehrere zeitintensive  Korrekturläufe, und noch immer bin ich nicht sicher, ob ich nicht den ein oder anderen überflüssigen Trennstrich übersehen habe. Aber dafür habe ich mich wieder neu mit Gesa angefreundet, die  zweite Heldin meiner Schriftsteller-Karriere und vielleicht die kratzbürstigste, nach außen so taff und dann doch wieder so leicht zu verunsichern: Wird sie für immer beruflich an ihrem Nagelpflegetisch in Roccos Friseursalon hängenbleiben oder hat das Leben mehr für sie in petto? Wird ihre langjährige Freundschaft zu Dani bestehen bleiben oder langsam dahinschwinden, weil diese den Mann ihres Lebens gefunden hat und demnächst zu heiraten gedenkt? Und muss sie etwa ihre Meinung über Mario revidieren, auf den sie eine Stinkwut hat, seit er sie vor zehn Jahren verließ?

Mir ist Gesa sehr ans Herz gewachsen, vielleicht gerade weil sie etwas anders ist als ich. Und ich würde mich freuen, wenn die Ebook-Version bei Amazon Kindle ihr weitere Fans einbringen würde. Ehrlich, sie hat es verdient.

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Weihnachtsgeschichte 2017

Wenn man etwas so regelmäßig tut, dass andere schon damit rechnen, ist es zum Brauch geworden oder zur Tradition. Seit 2009 schreibe ich jedes Jahr eine Weihnachtsgeschichte, dieDomino weiche Kanten ich an alle Emailadressen in meinem Adressbuch verschicke. Das finde ich persönlicher als die üblichen Karten, und umweltfreundlicher ist es auch (rede ich mir jedenfalls ein).

Dieses Jahr geht es in meiner Geschichte um Süßigkeiten – ich muss mich persönlich mit dem Naschen zwar zurückhalten, wenn ich auch weiterhin in meine Sachen passen möchte, aber als Thema für eine Kurzgeschichte dürfen dann auch Dominosteine mal ins Haus. Deshalb wünsche ich allen viel Vergnügen mit meiner

Weihnachtsgeschichte 2017

Die Datei darf man gern weiterleiten oder bei Adventsfeiern vorlesen – vor einer eigenen Veröffentlichung bitte ich aber, mich anzusprechen. Vielen Dank!

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Weihnachtsgeschenk mal anders

Autorenhelfen_WozilesungFür Leute, die schon alles haben: wie wär’s mal mit einer Wohnzimmer-Lesung? Gegen eine Spende von mindestens 100 Euro für doc-mobile haben sich eine ganze Reihe Autoren bereiterklärt, ohne Honorar im privaten Rahmen eine Lesung aus ihren Büchern durchzuführen (okay, eine Fahrtkostenerstattung wäre ganz nett). Doc-mobile ist eine Einrichtung, die mit einigen für diesen Einsatz umgebauten Fahrzeugen dorthin fährt, wo besondere Not herrscht. Momentan sind sie in vier Flüchtlingscamps in Griechenland tätig, um die dort gestrandeten Menschen medizinisch zu versorgen.

Um für dieses Projekt Geld zu sammeln, hat sich die Vereinigung “Autoren helfen” diese besondere Idee ausgedacht. Bis zum 21. Dezember läuft die Weihnachtsaktion. Wie funktioniert das? Die Schenkenden suchen sich auf der Webseite aus, welchen Autor sie gern buchen möchten, machen ihre Spende und bekommen dafür einen schön gestalteten Gutschein, den sie dem Empfänger zum Fest überreichen können. Die weiteren Details werden dann mit dem Autor abgesprochen.

Als ich von diesem Projekt hörte, habe ich spontan beschlossen mitzumachen. Bis zu 3 solcher Lesungen würde ich – vorzugsweise im Raum von 100 km rund um Lüdenscheid – im privaten Rahmen durchführen und aus Ihren Lieblingsbüchern von mir lesen. Interesse? Dann buchen Sie mich über Autoren helfen und stimmen mit mir Ihren Wunschtermin ab. (Man kann sich das auch selber schenken!)

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Schalt dein Radio ein…

… nächsten Montag (das wäre der 14. August) um 21.04, und du kannst dort meine Stimme hören. Vor ein paar Tagen war ich in Iserlohn und habe zusammen mit Moderator Claus Karst eine Folge seines Magazins “WortArt” aufgezeichnet, die als Beitrag des Bürger-Radios “Radio Iserlohn” im Radio MK ausgestrahlt wird. Ich erzähle dort über mich und meine Bücher, lese ein paar Passagen aus “Schwamm drüber” und habe auch die Musik ausgesucht. Radio Iserlohn

Das Studio befindet sich etwas versteckt hinter der Städtischen Galerie. Claus und ich sitzen an einem kleinen Tisch, in dessen Mitte sich ein Mikrofon befindet, und ich bin wohl so nervös, dass Tontechnikerin Charlotte Kroll mich daran erinnern muss, die Füße ruhig zu halten. Aber reden kann ich trotzdem, auch wenn ich nicht mehr genau weiß, was ich alles erzählt habe – umso gespannter bin ich selbst auf die Sendung!

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Bütterken

Unsere Lokalzeitung ist eigentlich nichts anderes als eine Quelle unterschiedlichsbread-and-butter-1758669_1280ter Inspirationen. Da wurde kürzlich über ein 60 Jahre altes Stück Brot berichtet, das – inzwischen steinhart, aber unverschimmelt – den Weg zurück in die Bäckerei fand. Der Hintergrund: es wurde einer alten Tradition folgend dem Bräutigam bei der Hochzeit in die Tasche gesteckt, irgendwann dort wiedergefunden und als Glücksbringer verwahrt. Ähnliches ist mir selbst auch passiert, als ich mit meiner Kusine vor ein paar Jahren auf dem Dachboden den alten Wehrmachts-Ledermantel unseres Opas entdeckte. Aus Jux angezogen, in die Tasche gegriffen – und mit etwas Unbehagen förderte ich ein antikes Butterbrot zutage, noch in das typische Butterbrotpapier eingepackt. Das haben wir anschließend allerdings weggeschmissen, statt es dem Heimatverein anzubieten, und so sind wir dann nicht in die Zeitung gekommen.

Der Sauerländer liebt halt sein Bütterken. Das musste vor Jahren bereits unsere japanische Austauschschülerin erfahren, die mit dem Graubrot unseres Haushalts so gar nicht glücklich war und sich lieber schon zum Frühstück Reisgerichte zubereitete. (Es ist eine ganz eigene Erfahrung, wenn man morgens früh noch etwas verschlafen in die Küche taumelt und direkt von Knoblauchdünsten empfangen wird.) Ich weiß nicht, ob sie mitbekommen hat, dass die Unesco den westfälischen Pumpernickel inzwischen zum Weltkulturerbe erklärt hat, aber begeistern würde es sie sicher nicht.

Vielleicht hätten wir sie mitnehmen sollen zu dem Gasthof zwischen Kierspe und Rönsahl, in dem die heimischen Jäger immer nach kalten Treibjagden ihr “Kesseltreiben” abhielten. Da gab es zwar nicht nur Bütterken, sondern einen anständigen “warmen Löffel im Bauch”. Aber in unserer Familie war diese Kneipe nur unter dem Namen “Schinkenbüttershausen” bekannt – als ich klein war, dachte ich allen Ernstes, das sei der offizielle Ortsname. Schön klingt er jedenfalls, finde ich. Und seien wir ehrlich – spätestens wenn man sich in einem Frankreichurlaub vierzehn Tage nur von Baguette ernährt hat, ist ein anständiges Vollkornbrot mit Schinken ein Genuss, woll?

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Umzug ins digitale Glück

Cover EbookVon dem Zeitpunkt an, als ich mein erstes Tablet bekam, war ich angefixt. Nachts lesen, ohne Licht machen zu müssen? Super! Immer die Stelle finden, wo ich aufgehört habe, ohne alle möglichen Dinge als Lesezeichen zu missbrauchen? Da bin ich dabei! Und jede Menge verschiedene Bücher mit in den Urlaub nehmen zu können, ohne auf 5 Paar Schuhe zu verzichten? Besser geht’s nicht!

Deshalb wollte ich unbedingt meine älteren Werke auch digital anbieten können. “Schöner wohnen mit Mann” und “Frau Rosenberg legt los” habe ich ja schon als Kindle Ebook publiziert, jetzt war “Umzug ins Glück” dran. Mia war meine erste Heldin, die nicht jung und dynamisch ist, sondern im mittleren Alter und vom Leben bereits leicht gebeutelt. Sie ist Witwe und muss sich um ihre Tante Paula kümmern, die gestürzt ist und jetzt in ein Semiorenheim ziehen will. Mit Paulas Stiefsohn Nick und dem abgehalfterten Schauspieler Jan Hörnum stehen ihr zwei sehr unterschiedliche Männer gegenüber, die beide ihr Misstrauen wecken. Aber es wäre ja kein anständiger Liebesroman, wenn sich das nicht auf Dauer ändern würde.

Auch das Cover ist natürlich neu – ich finde es sehr schön und hoffe, dass es anderen auch so geht. Was meint ihr?

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Wenn eine eine Reise tut…

… (also ich), dann kann sie was erzählen.Pool Zum Beispiel über die diversen Betten, in denen man unterwegs nächtigt. Bin ich eigentlich die letzte Person in Europa, die es bevorzugt, nicht ganz flach zu schlafen? Zuhause habe ich ein verstellbares Lattenrost, das ich je nach Gesundheitszustand (= erkältet oder nicht) um eine oder zwei Rasten nach oben ziehen kann, und dazu ein festes Kopfkissen. So schläft es sich perfekt!

Das wissen aber die meisten Hoteliers nicht. Immer seltener treffe ich auf solchen Schlafkomfort, stattdessen setzen sich dicke weiche Kissen durch, mit denen man im Handumdrehen seinen Partner ersticken könnte, wenn er zu arg schnarcht.

Da muss man sehr erfinderisch werden, um trotzdem zum erholsamen Nachtschlaf zu kommen. Manchmal gibt es ein Sofa mit kleinen Couchkissen oder eine zusätzliche Wolldecke im Schrank, die ordentlich zusammengerollt unter der Matratze gute Dienste leistet. Gelegentlich reicht schon die eigene Jeans. Einmal haben wir sogar ein Regalbrett zweckentfremdet (und vor unserer Abreise prompt vergessen zurückzulegen).

Inzwischen reise ich nur noch mit einer Fleecedecke im Gepäck, um für solche Notfälle gerüstet zu sein. Was natürlich bei den reduzierten Gewichts- und Größenvorgaben bei Flugreisen ein Problem ist. Aber was nützen mir schließlich drei Paar Schuhe, wenn ich zu müde bin, um mir am Urlaubsort etwas anzusehen?

Wenn ich nur wüsste, bei wem ich mich über so was beschweren kann! Natürlich könnte ich auch einfach zuhause bleiben. Aber so weit bin ich noch nicht. Dann hätten ja die Flachbettenfans gewonnen. Hat jemand einen Rat?

 

 

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English is heavy

little glamourAls ich dieses T-Shirt vor einiger Zeit im Internet sah, musste ich stutzen. Für mich fehlt hier definitiv ein Buchstabe (und im Englischen immerhin ein komplettes Wort), der diese Aussage in das Gegenteil verkehrt: “I like life with a little glamour”. Schließlich ist das Shirt mit Pailletten besetzt – wer würde denn erst ein glitzerndes Kleidungsstück anziehen und dann behaupten, er (oder wohl eher sie) mag das Leben lieber unglamourös?

Letzte Woche dann fand ich bei demselben Anbieter (der hier ungenannt bleiben soll) aber ein weiteres Teil mit einer Botschaft, die sich mir nur nach längerem Nachdenken erschloss. “Loosed hours Loosed Hoursin the desert of love are the best hours.” Kann mir bitte mal jemand interpretieren, was das bedeuten soll?

Nach einigem Grübeln gehe ich davon aus, dass  es “lost hours” sein sollen, oder was meint ihr? Ganz abgesehen von der Vorstellung, die der Ausdruck “desert of love” bei mir auslöst – kennt denn da keiner jemanden, der genug Englisch beherrscht, um diese Peinlichkeit zu vermeiden? Oder bin ich die einzige im deutschen Mode-Universum, die sich daran stört? Klar, ich muss dieses T-Shirt nicht kaufen. Vielleicht bin ich einfach ein spießiger Rechthaber. Und Sprache ist ja immer im Wandel. Aber so krass doch sicher nicht.

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Un… logisch

Ein Löwe in freier Wildbahn ist gefährlich. Aber als Stofftier ist er ungefährlich.
Wenn Tim Marie auf seine Party einlädt, ist sie glücklich. Wenn er dann mit Laura flirtet, ist sie unglücklich.
Wir folgern messerscharf: zuerst ist da das beschreibende Adjektiv. Dazu kann man durch die Vorsilbe “un-” das genaue Gegenteil erzeugen.

Aber dann kommen die Ausnahunfugmen. Denn “unheimlich” ist nicht unbedingt das Gegenteil von “heimlich”. Sondern nur bedingt. Ähnlich ist es bei “gemein” und “ungemein”.  Ganz schwierig wird es dann bei “unbeschreiblich” oder “unglaublich” – denn “beschreiblich” oder “glaublich” gibt es überhaupt nicht!

Das trifft übrigens auch für Substantive zu. Man sollte nicht glauben, dass “Ungemach” das Gegenteil von “Gemach” wäre. Den Unterschied zwischen Kosten und Unkosten hat mir sowieso noch niemand erklären können.

Zum Schluss noch etwas ganz anderes. Wenn einer meiner unzahlreichen Leser dafür eine Quelle kennt, will ich die hier gern nachreichen. Es geht um die Veränderung der deutschen Sprache je nach Tageszeit. Glaubt ihr nicht? Wie lässt sich dann das erklären? Tagsüber heißt es: der Weizen, das Korn – aber abends sagt man plötzlich: das Weizen, der Korn. Unglaublich, oder?

 

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