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…und nehmen Sonderausgabe Aldi Umzug ins GlückSie gleich mein Buch mit! Ab Donnerstag ist nämlich “Umzug ins Glück” in einer Sonderausgabe dort zu haben. Zum unschlagbaren Preis von 2,99 €. Ich werde übrigens von Aldi nicht für diese Werbung bezahlt. Nur für die Rechte an der Veröffentlichung. Das macht mich nicht reich, aber doch recht zufrieden!

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Ein Blog ist kein Tamagotchi

Erinnern Sie sich noch an diese seltsamen elektronischen Wesen, die plötzlich in den 90er Jahren auftauchten und quasi virtuell gepflegt werden mussten, weil sie sonst starben? Zum Glück ist ein Blog nicht so, der bleibt einfach, auch wenn man seit über einem Monat nichts Neues einstellt. (Er meldet sich aber auch gar nicht! Meine Katze hätte mich längst angefallen!)

Vielleicht bin ich keine echte Bloggerin, die sich morgens beim Zähneputzen schon überlegt, was sie heute wieder veröffentlicht. Oder die einfach immer solche schrägen Sachen erlebt wie The Bloggess (Achtung, englisch!) und ihrem Mann ein riesiges Metallhuhn vor die Tür stellt und das Ganze auch noch fotografiert. Stattdessen denke ich über so philosophische Sachen nach wie die Frage, ob ich mein nächstes Manuskript wieder in der Ich-Form schreibe oder in der etwas distanzierteren dritten Person.

Wenn Leute diesen Blog lesen würden, könnten sie jetzt kommentieren. Hey, was möchtet ihr lieber lesen?

Die Details zu dieser tränenreichen Auseinandersetzung erspare ich Ihnen, weil ich sie sowieso nur noch bruchstückhaft im Gedächtnis habe. Sie hatten damit zu tun, dass wir uns seiner Meinung nach völlig auseinandergelebt hätten und er beschlossen habe, sich ehrlich den Tatsachen zu stellen. Zu dieser Ehrlichkeit gehörte dann auch mir zu beichten, dass er seit einigen Monaten mit seiner Assistentin Amanda mehr als nur beruflich zusammen war. Muss ich erwähnen, dass Amanda maximal halb so alt ist wie ich und ihre Röcke deutlich knapper sind als meine?

oder

Die Details zu dieser tränenreichen Auseinandersetzung hatten damit zu tun, dass sie sich seiner Meinung nach völlig auseinandergelebt hätten und er beschlossen habe, sich ehrlich den Tatsachen zu stellen. Zu dieser Ehrlichkeit gehörte dann auch zu beichten, dass er seit einigen Monaten mit seiner Assistentin Amanda mehr als nur beruflich zusammen war, mit der er so viel mehr seines Lebens teilte als mit Christiane. Und, so vermutete Christiane zumindest, vielleicht trug auch die Tatsache dazu bei, dass Amanda eine publikumswirksame Erscheinung war, nur halb so alt wie sie selbst und mit deutlich kürzeren Röcken.

Aber wie sollen das meine Leser beurteilen, wenn ich mich schon selbst nicht entscheiden kann?

 

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Hier irrte Konfuzius

Irren ist menschlich. (Zum Beispiel: wenn in einem bekannten Online-Shop ein Pullover aus 85% Baumwolle und 25% Wolle besteht, dann liegt das nicht an der EDV.) Es kann den Besten von uns passieren. Sogar Konfuzius.

altchinesische Darstellung des KonfuziusDas Schöne an meiner Tätigkeit ist ja, dass man mit allen möglichen Themen zu tun bekommt. So stolperte ich jetzt neulich über ein Zitat des chinesischen Philosophen. Weil ich den genauen Wortlaut prüfen wollte, sah ich in einer Online-Zitatesammlung nach und konnte feststellen, dass der alte Herr jede Menge weiser Dinge gesagt hat (vermutlich wussten Sie das schon). Zum Beispiel: “Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten”. (Hörst du das, Online-Shop mit den Baumwoll-Wolle-Pullovern?) Oder “Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.” Geahnt hab ich das immer, aber so klar formulieren kann es wohl nur ein Philosoph.

Doch dann fand ich eine Aussage, mit der ich mich nicht völlig einverstanden erklären kann: “Such dir eine Arbeit, die du gerne tust. Dann brauchst du keinen Tag in deinem Leben mehr zu schuften.” Dem ersten Teil würde ich noch zustimmen: man sollte möglichst etwas wählen, das man gern tut. Aber nie wieder schuften? Gerade die Leute in meinem Bekanntenkreis, die begeistert ihre Arbeit tun, schuften meiner Meinung nach viel zu häufig. Vermutlich ist es für sie immer noch angenehmer als etwas zu machen, was sie von vornherein hassen, aber ich glaube eher, dass es keine Arbeit gibt, für die man sich nicht ab und zu plagen muss oder die auch Bereiche hat, die man nicht so gern tut.

Insofern, Konfuzius, würde ich das Zitat gern korrigieren: “Such dir eine Arbeit, die du gerne tust, dann ist das Schuften wenigstens nicht ganz so schrecklich.” Als fernöstlicher Philosoph, zumal einer, der schon seit 2500 Jahren tot ist, wirst du dich davon nicht erschüttern lassen. Aber mir geht es besser damit. Ach ja.

 

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Endlich steht er fest…

…der Titel meines neuen Buches. Ich glaube fast, die Suche danach hat länger gedauert als den Roman zu schreiben. Alles auf Anfang, MarieDer ursprüngliche Arbeitstitel  hieß “Hitzewellen”, weil es um eine Frau in den Wechseljahren gehen sollte. Aber dann stellte sich zum einen heraus, dass Dora Heldt bereits ein Buch mit ähnlichem Titel kurz vor der Veröffentlichung stehen hatte, und außerdem geht es in meiner Geschichte überhaupt nicht so sehr um solche Beschwerden.

Wie ich es gelernt habe, beginnt man mit einer “was wäre, wenn…”-Frage. In diesem Fall stellt sich Marie Overbeck diese Frage, denn mit Christoph zieht auch ihr letztes Kind aus dem gepflegten Eigenheim aus, und sie muss jetzt etwas Neues zu tun finden. Berufstätig war sie schon ewig nicht mehr, ihr Mann ist viel unterwegs, und sich auf ein Leben in Müßiggang zurückzuziehen ist ihr zu wenig. Ehrenamtliches Engagement wäre gut – aber das hat sie sich auch anders vorgestellt als für eine sozial schwache Familie die Ersatzoma zu spielen. Dumm ist nur, dass sie sich selbst in diese Situation hineinmanövriert hat und jetzt ganz schlecht wieder herauskommt!

Dass dtv auch dieses Manuskript kaufen würde, stand relativ schnell fest. Aber dann begann die Suche nach einem griffigen Titel. Mir hätte ja “PutzStellenWechselJahre” gut gefallen, aber die Profis meinten, das Stichwort “Wechseljahre” in einem Titel ginge gar nicht. Gut, sie müssen es wissen. Ihr Gegenvorschlag war “Mit Perlen, Pumps und Putztuch”. Nun mag ich Alliterationen, aber so recht glücklich war ich damit nicht. Viele Mails kreuzten hin und her. Dann kamen wir auf “Marie im Schleudergang”, was ich ganz gut fand. Und schließlich dann der Vorschlag “Alles auf Anfang, Marie” – und der ist es geworden. Gibt es dazu Meinungen da draußen?

Nun ist auch die Umschlaggestaltung abgesegnet. SieGrafik Kate Forrester für McDonald's stammt von der englischen Grafikerin Kate Forrester, die immerhin auch schon für McDonald’s gearbeitet hat, wie man hier sieht: Es handelt sich um den Entwurf für eine Grafik, die auf LKWs angebracht wird. Das ist natürlich ein Ansporn, oder?

Bei Amazon und anderen Anbietern kann man das Buch jetzt schon vorbestellen. Erscheinen wird es aber erst im August 2012. (Lange hin, ich weiß. Aber so ist das in der Branche.) Immerhin könnte man darauf setzen, dass man es bis dahin wieder vergisst, und wenn es dann kommt, ist es eine tolle Überraschung.

 

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LovelyBooks – Leserpreis

Leserpreis Banner

Auch wenn ich nicht nominiert bin, möchte ich heute Ihre Aufmerksamkeit auf den Leserpreis von LovelyBooks.de richten, wo Sie bis zum 27.11. für Ihr Lieblingsbuch stimmen können. In mehreren Kategorien werden dort die Lieblingsbücher des Jahres 2011 gesucht – ich bin gespannt, wer sich da durchsetzen wird!

Unter anderem geht es auch um den besten Titel und das schönste Cover, und das ist ein Thema, mit dem ich mich zur Zeit auch herumschlage, denn wir sind uns immer noch nicht einig, wie das Buch heißen und aussehen soll, das im nächsten Sommer von mir bei dtv erscheinen wird. Aber ein bisschen vom Inhalt darf ich sicher schon mal verraten: es geht um eine Frau um die Fünfzig, die eine neue Aufgabe sucht, nachdem ihre Kinder aus dem Haus sind. Sie hat sich allerdings darunter etwas anderes vorgestellt als die sozial schwache Familie, in die sie vom Schicksal hineingestellt wird und der zu helfen nicht so einfach ist, wie sie sich das dachte…

Inhaltlich ist das eine etwas andere Story als meine bisherigen Geschichten, und ich bin gespannt, wie sie beim Publikum ankommt. Wenn sie erst mal einen Titel und ein Cover hat. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

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Weihnachten naht…

…und die ersten Prospekte mit Geschenkvorschlägen liegen der Zeitung bei. Deshalb kommt meine Inspiration für den heutigen Beitrag aus dieser Quelle. Ich kann das relativ entspannt angehen, weil unsere Kinder zum Glück der Phase entwachsen sind, in der diese Publikationen ein stetiger Quell für neue Wünsche waren.

Trotzdem schaue ich mir natürlich an, was die Kinder von heute unter dem Weihnachtsbaum erwarten dürfen. Und da können wir nur froh sein, dass sie schon in der Grundschule Englisch lernen, denn es gibt zum Beispiel keinen einfachen Schlitten mehr, sondern “Snow Fox” mit Lenkrad, Bremshebel und (Achtung, Luxusausstattung!) Leine zum Hinterherziehen. Außerdem im Angebot:

* Barbie’s Glam  Haus (zusammenklappbar)
* die E-Ranger Future Base von playmobil – der Balance Racer kann in ein Propellerfahrzeug oder einen Jet-Racer umgebaut werden!
* Hot Wheels Wall Tracks Starterset
* der Filly Fairy Einhorn Filly Turm mit Fahrstuhl und Geheimkammer – auch einige Sammelkarten und ein Booklet sind enthalten
* die “Justin Bieber Paper Jamz” Tasten-Gitarre (keine Ahnung, wie die funktioniert)
* Darth Vaders Force Tech elektronisches Lichterschwert, liegt wegen des schmaleren Griffs jetzt besser in der Hand
* der Polly Pocket Aeingelegte Puppebenteuer Jet – in ihrem eigenen Flieger kann Polly mit dem Fallschirm abspringen, von der hinteren Rampe aus mit dem Motorroller losdüsen oder im Whirlpool relaxen. Bei Berührung mit Wasser verändert sich die Farbe ihres Badeanzugs.

Aber mein persönlicher Grusel-Favorit ist Lagoonas Wasser-Station – eine Art eingelegte Puppe. Was macht man damit? Keine Ahnung. Ich stell mir doch auch kein Glas Gurken auf den Schreibtisch. Wobei das natürlich auch nicht leuchtet. Aber das gibt es vielleicht nächstes Jahr. Natürlich mit anderem Text, wie etwa “Amazing glowing cornichon babies”. Zum Super-Sparpreis von 39.99, Dill und Senfkörner inklusive.

Genau. Das wär’s doch, oder? Vielleicht könnte ich damit richtig reich werden?

 

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Na endlich…

Voriges Jahr wollte ich mir einen Virenscanner aus dem Internet laden und bin dabei an einen unseriösen Anbieter geraten. Unseriös, weil er mir das Programm zwar wie viele andere kostenlos anbot, dann aber, nachdem ich so doof war und schon meine gesamten persönlichen Daten eingegeben hatte, behauptete, ich wäre ein zweijähriges Abo eingegangen und sollte jetzt für diese Dienste pro Jahr knapp 100 Euro zahlen. Als ich das widerrufen wollte, teilte man mir per Email mit, ich hätte durch das Anklicken eines Kästchens auf mein Widerrufsrecht verzichtet.

Ich war sehr erstaunt. Und tat das, was ich in einem solchen Fall meistens tue und besser schon vorher getan hätte: ich habe die Firma gegoogelt. Sie ahnen, was jetzt kam: eine Ladung von Berichten über andere arme User, die auf den gleichen Trick hereingefallen waren. Die Anzahl der Ratschläge hielt sich zwischen “Zahlen, alles andere hat keinen Zweck” und “Bloß nicht zahlen, sondern aussitzen bis zum Mahnbescheid” etwa die Waage.

Ich habe nicht gezahlt. Aber ich habe dabei zwei Erfahrungen gemacht: 1. wie dumm man sich fühlt und wie peinlich – bis dahin, dass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich überhaupt mit jemandem darüber geredet habe, nur um eine Menge anderer zu entdecken, denen das auch passiert war. Und 2., was für einen hilflosen Zorn man entwickeln kann, wenn der erste Inkassobescheid ins Haus flattert. Sowas hatte ich vorher noch nie gesehen. Meine Wut bildete merkwürdige Formen. Zum Beispiel kam mir irgendwann die Idee, wie das Imperium zurückzuschlagen. Immerhin hatte ich ja den Namen des Geschäftsführers aus dem Impressum, genau wie die Firmenanschrift und die Kontoverbindung (auf die ich, wie gesagt, beharrlich zu überweisen mich weigerte). Ich spielte mit dem Gedanken, für den Mann einen teuren Überseeflug zu buchen, am besten dorthin, wo der Pfeffer wächst, und die Zahlung über das Konto laufen zu lassen. Ob das wohl funktioniert? Familienmitglieder rieten mir davon ab, weil die IP-Adresse meines Computers nachvollzogen werden könnte. Aber vielleicht könnte ich irgendwo aus dem kostenlosen W-LAN eines Hotels…? Oder das Ganze wenigstens in eine bitterböse Kurzgeschichte packen…?

Egal, das Leben nahm seinen Lauf, und ich vergaß das Ganze, zumal auch niemals ein Mahnbescheid ins Haus flatterte, gegen den ich hätte Einspruch erheben können. Und was lese ich heute beim Frühstück in der Zeitung? (Wie schon mehrfach gesagt, die besten Inspirationen findet man nicht selten dort.) In Hamburg wird gegen diese Firma und ihre Inhaber ein Prozess geführt! Millionen von Euro haben sie auf diese Weise ergaunert. Warum erst jetzt ein Prozess? Dauert das immer so lange?

Jedenfalls bin ich froh, dass ich stur geblieben bin. Aber gut angefühlt hat es sich nicht. Und das ist vermutlich der Grund, weswegen das Ganze bei vielen anderen Opfern funktioniert hat. Und das ärgert mich jetzt wieder. Aber vermutlich nicht lange. Mal sehen, was morgen in der Zeitung steht.

 

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Fremdsprachen

türkische Tütensuppe von Knorr
Foto: webfail.at

Mit Fremdsprachen ist das so eine Sache. Manche Leute denken, man könnte sie einfach Wort für Wort übersetzen. Das stimmt aber nicht. Deshalb haben Übersetzer einen schwierigen Job. Und einen unterbezahlten, denke ich. Da haben sie wohl nicht die Zeit, über spezielle Herausforderungen länger nachzudenken. Wenn es eine Übersetzung gibt, dann wird die eben genommen, Punkt. Ob’s passt oder nicht.

Weil ich Englisch studiert und selber schon einige Übersetzungen angefertigt habe, stolpere ich deshalb manchmal über Dinge, die mir seltsam erscheinen. Manchmal finde ich schnell eine Erklärung dafür. Zum Beispiel, als ich vor vielen Jahren den Hite-Report las. Erinnern Sie sich? Damals erregte er viel Aufsehen, weil Frauen darin ihre sexuellen Erfahrungen schildern. Eine von ihnen beschrieb, wie sie und ihr Partner mal während einer Autofahrt ziemlich angetörnt wurden und “dann öffnete ich ihm, während er fuhr, seine Fliege und spielte an ihm herum” . Hallo? Weiß hier keiner, dass “fly” auf Englisch der Hosenstall ist und nicht ein Krawattenersatz? Oder hatte der Kerl seine erogene Zone am Hals?

Daran musste ich denken, als ich neulich von einer Freundin einen amerikanischen Roman geliehen bekam. Auf Deutsch, versteht sich. Und da kam doch tatsächlich eine “zerfurchte Erektion” vor. (Ja, ich weiß auch nicht, warum mir die sprachlichen Stolperfallen immer beim Schweinkram auffallen.) Wohlgemerkt, hier ging es nicht um die Notaufnahme im Krankenhaus, sondern um eine echte Liebesszene (eine amerikanische natürlich, bei der selbstverständlich der Held der beste Liebhaber der Welt ist).

Zerfurcht – was heißt das auf englisch? LEO schlägt “rugged” vor. Und wenn man das wiederum im englischen Thesaurus nachschaut, dann wird das erklärt mit “rough and strong in character, presenting a severe test of ability, stamina, or resolution, strongly built oder constituted”. Darunter kann ich mir in diesem Zusammenhang was vorstellen. Ich erklär’s aber nicht. Da warte ich lieber auf ein anderes Beispiel, das nicht aus einer Sexszene stammt.

Kann übrigens einer von Ihnen Türkisch und sagt mir, was “Anali Kizli” heißt? Bestimmt nicht das, was ich denke, oder?

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Wo sind denn die Männer?

Wie schon erwähnt, lasse ich mich manchmal von der Zeitung zu einem Blogbeitrag inspirieren. Und heute früh las ich doch, dass die Hospizarbeit dringend Männer sucht. Als Rollenvorbild. Und das kenne ich aus eigener Erfahrung aus der Mitarbeit in sozialen Einrichtungen: da gibt es viel mehr Frauen als Männer, sowohl bei den Angestellten wie auch unter den Ehrenamtlichen. Ähnlich ist das Verhältnis wohl bei Grundschullehrern, Kindergarten-Erziehern und ähnlichen Berufen. Dabei bräuchten unsere Kinder – Jungen wie Mädchen – so dringend männliche Ansprechpersonen und Vorbilder.

Wo sind die Männer? Schließlich werden auch Ingenieure gesucht ohne Ende, also sind sie da auch nicht. Bei der Bundeswehr sind es  ja ebenfalls nicht mehr viele, und den Freiwilligendienst brechen sie ab. Wo verstecken sie sich, wenn die Bundesliga-Stadien geschlossen sind? Sitzen sie als Sachbearbeiter in Behörden?

Einen habe ich gefunden, der betreibt investigativen Journalismus in einer Kochsendung. Er sieht ja ganz nett aus, aber seine Fragen (“Und wie macht man so Grießklöße? Man tut da Grieß rein?”) sind nicht unbedingt von Sachkenntnis getrübt. Manchmal auch nur schlicht unangemessen (“Warum hast du eigentlich diesen Freund nicht geheiratet?”).

Nun frage ich mich sowieso, warum ich mir immer wieder kurz nach Mitternacht eine Sendung angucke,  von der ich nur zur Unzeit hungrig werde. Vielleicht fehlt mir auch das richtige Rollenvorbild?

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Bin wieder da…

Ursula Schröder New York

Dachgarten Metropolitan Museum

Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten… ich war in New York. (Die Leute, mit denen ich in den letzten sechs Wochen gesprochen habe, wussten es aber bestimmt, ich konnte den Mund nicht davon halten.) Diese Stadt ist der absolute Gegenpol zu meiner sauerländischen Kleinstadt-Heimat, aber vielleicht fasziniert sie mich gerade deshalb so sehr. Leider ist die Anreise sehr aufwändig, vor allem wenn man sparen muss (und deshalb stundenlang in Lissabon rumsitzt, weil das TAP-Ticket mit Zwischenlandung bei weitem am billigsten war), und zwei Stunden in der Schlange zu verbringen, bevor man sich dem Einwanderungsbeamten vorstellen und seine Fingerabdrücke hinterlassen kann, macht auch keinen Spaß. Aber wenn man erst mal da ist, dann ist es toll.

Nicht umsonst ist Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Deshalb möchte ich noch rasch ein Bild vorstellen, das mein Sohn gemacht hat und das zeigt, dass weniger manchmal mehr ist. Preisunterschiede bei EiernEntweder ist das ein Test, und hinter der Wand ist jemand versteckt, der das Kundenverhalten festhält, oder der Ladenbesitzer würfelt seine Preise jeden Tag nach dem Zufallsprinzip aus… Ach ja.

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