Schalt dein Radio ein…

… nächsten Montag (das wäre der 14. August) um 21.04, und du kannst dort meine Stimme hören. Vor ein paar Tagen war ich in Iserlohn und habe zusammen mit Moderator Claus Karst eine Folge seines Magazins “WortArt” aufgezeichnet, die als Beitrag des Bürger-Radios “Radio Iserlohn” im Radio MK ausgestrahlt wird. Ich erzähle dort über mich und meine Bücher, lese ein paar Passagen aus “Schwamm drüber” und habe auch die Musik ausgesucht. Radio Iserlohn

Das Studio befindet sich etwas versteckt hinter der Städtischen Galerie. Claus und ich sitzen an einem kleinen Tisch, in dessen Mitte sich ein Mikrofon befindet, und ich bin wohl so nervös, dass Tontechnikerin Charlotte Kroll mich daran erinnern muss, die Füße ruhig zu halten. Aber reden kann ich trotzdem, auch wenn ich nicht mehr genau weiß, was ich alles erzählt habe – umso gespannter bin ich selbst auf die Sendung!

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Bütterken

Unsere Lokalzeitung ist eigentlich nichts anderes als eine Quelle unterschiedlichsbread-and-butter-1758669_1280ter Inspirationen. Da wurde kürzlich über ein 60 Jahre altes Stück Brot berichtet, das – inzwischen steinhart, aber unverschimmelt – den Weg zurück in die Bäckerei fand. Der Hintergrund: es wurde einer alten Tradition folgend dem Bräutigam bei der Hochzeit in die Tasche gesteckt, irgendwann dort wiedergefunden und als Glücksbringer verwahrt. Ähnliches ist mir selbst auch passiert, als ich mit meiner Kusine vor ein paar Jahren auf dem Dachboden den alten Wehrmachts-Ledermantel unseres Opas entdeckte. Aus Jux angezogen, in die Tasche gegriffen – und mit etwas Unbehagen förderte ich ein antikes Butterbrot zutage, noch in das typische Butterbrotpapier eingepackt. Das haben wir anschließend allerdings weggeschmissen, statt es dem Heimatverein anzubieten, und so sind wir dann nicht in die Zeitung gekommen.

Der Sauerländer liebt halt sein Bütterken. Das musste vor Jahren bereits unsere japanische Austauschschülerin erfahren, die mit dem Graubrot unseres Haushalts so gar nicht glücklich war und sich lieber schon zum Frühstück Reisgerichte zubereitete. (Es ist eine ganz eigene Erfahrung, wenn man morgens früh noch etwas verschlafen in die Küche taumelt und direkt von Knoblauchdünsten empfangen wird.) Ich weiß nicht, ob sie mitbekommen hat, dass die Unesco den westfälischen Pumpernickel inzwischen zum Weltkulturerbe erklärt hat, aber begeistern würde es sie sicher nicht.

Vielleicht hätten wir sie mitnehmen sollen zu dem Gasthof zwischen Kierspe und Rönsahl, in dem die heimischen Jäger immer nach kalten Treibjagden ihr “Kesseltreiben” abhielten. Da gab es zwar nicht nur Bütterken, sondern einen anständigen “warmen Löffel im Bauch”. Aber in unserer Familie war diese Kneipe nur unter dem Namen “Schinkenbüttershausen” bekannt – als ich klein war, dachte ich allen Ernstes, das sei der offizielle Ortsname. Schön klingt er jedenfalls, finde ich. Und seien wir ehrlich – spätestens wenn man sich in einem Frankreichurlaub vierzehn Tage nur von Baguette ernährt hat, ist ein anständiges Vollkornbrot mit Schinken ein Genuss, woll?

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Umzug ins digitale Glück

Cover EbookVon dem Zeitpunkt an, als ich mein erstes Tablet bekam, war ich angefixt. Nachts lesen, ohne Licht machen zu müssen? Super! Immer die Stelle finden, wo ich aufgehört habe, ohne alle möglichen Dinge als Lesezeichen zu missbrauchen? Da bin ich dabei! Und jede Menge verschiedene Bücher mit in den Urlaub nehmen zu können, ohne auf 5 Paar Schuhe zu verzichten? Besser geht’s nicht!

Deshalb wollte ich unbedingt meine älteren Werke auch digital anbieten können. “Schöner wohnen mit Mann” und “Frau Rosenberg legt los” habe ich ja schon als Kindle Ebook publiziert, jetzt war “Umzug ins Glück” dran. Mia war meine erste Heldin, die nicht jung und dynamisch ist, sondern im mittleren Alter und vom Leben bereits leicht gebeutelt. Sie ist Witwe und muss sich um ihre Tante Paula kümmern, die gestürzt ist und jetzt in ein Semiorenheim ziehen will. Mit Paulas Stiefsohn Nick und dem abgehalfterten Schauspieler Jan Hörnum stehen ihr zwei sehr unterschiedliche Männer gegenüber, die beide ihr Misstrauen wecken. Aber es wäre ja kein anständiger Liebesroman, wenn sich das nicht auf Dauer ändern würde.

Auch das Cover ist natürlich neu – ich finde es sehr schön und hoffe, dass es anderen auch so geht. Was meint ihr?

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Wenn eine eine Reise tut…

… (also ich), dann kann sie was erzählen.Pool Zum Beispiel über die diversen Betten, in denen man unterwegs nächtigt. Bin ich eigentlich die letzte Person in Europa, die es bevorzugt, nicht ganz flach zu schlafen? Zuhause habe ich ein verstellbares Lattenrost, das ich je nach Gesundheitszustand (= erkältet oder nicht) um eine oder zwei Rasten nach oben ziehen kann, und dazu ein festes Kopfkissen. So schläft es sich perfekt!

Das wissen aber die meisten Hoteliers nicht. Immer seltener treffe ich auf solchen Schlafkomfort, stattdessen setzen sich dicke weiche Kissen durch, mit denen man im Handumdrehen seinen Partner ersticken könnte, wenn er zu arg schnarcht.

Da muss man sehr erfinderisch werden, um trotzdem zum erholsamen Nachtschlaf zu kommen. Manchmal gibt es ein Sofa mit kleinen Couchkissen oder eine zusätzliche Wolldecke im Schrank, die ordentlich zusammengerollt unter der Matratze gute Dienste leistet. Gelegentlich reicht schon die eigene Jeans. Einmal haben wir sogar ein Regalbrett zweckentfremdet (und vor unserer Abreise prompt vergessen zurückzulegen).

Inzwischen reise ich nur noch mit einer Fleecedecke im Gepäck, um für solche Notfälle gerüstet zu sein. Was natürlich bei den reduzierten Gewichts- und Größenvorgaben bei Flugreisen ein Problem ist. Aber was nützen mir schließlich drei Paar Schuhe, wenn ich zu müde bin, um mir am Urlaubsort etwas anzusehen?

Wenn ich nur wüsste, bei wem ich mich über so was beschweren kann! Natürlich könnte ich auch einfach zuhause bleiben. Aber so weit bin ich noch nicht. Dann hätten ja die Flachbettenfans gewonnen. Hat jemand einen Rat?

 

 

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English is heavy

little glamourAls ich dieses T-Shirt vor einiger Zeit im Internet sah, musste ich stutzen. Für mich fehlt hier definitiv ein Buchstabe (und im Englischen immerhin ein komplettes Wort), der diese Aussage in das Gegenteil verkehrt: “I like life with a little glamour”. Schließlich ist das Shirt mit Pailletten besetzt – wer würde denn erst ein glitzerndes Kleidungsstück anziehen und dann behaupten, er (oder wohl eher sie) mag das Leben lieber unglamourös?

Letzte Woche dann fand ich bei demselben Anbieter (der hier ungenannt bleiben soll) aber ein weiteres Teil mit einer Botschaft, die sich mir nur nach längerem Nachdenken erschloss. “Loosed hours Loosed Hoursin the desert of love are the best hours.” Kann mir bitte mal jemand interpretieren, was das bedeuten soll?

Nach einigem Grübeln gehe ich davon aus, dass  es “lost hours” sein sollen, oder was meint ihr? Ganz abgesehen von der Vorstellung, die der Ausdruck “desert of love” bei mir auslöst – kennt denn da keiner jemanden, der genug Englisch beherrscht, um diese Peinlichkeit zu vermeiden? Oder bin ich die einzige im deutschen Mode-Universum, die sich daran stört? Klar, ich muss dieses T-Shirt nicht kaufen. Vielleicht bin ich einfach ein spießiger Rechthaber. Und Sprache ist ja immer im Wandel. Aber so krass doch sicher nicht.

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Un… logisch

Ein Löwe in freier Wildbahn ist gefährlich. Aber als Stofftier ist er ungefährlich.
Wenn Tim Marie auf seine Party einlädt, ist sie glücklich. Wenn er dann mit Laura flirtet, ist sie unglücklich.
Wir folgern messerscharf: zuerst ist da das beschreibende Adjektiv. Dazu kann man durch die Vorsilbe “un-” das genaue Gegenteil erzeugen.

Aber dann kommen die Ausnahunfugmen. Denn “unheimlich” ist nicht unbedingt das Gegenteil von “heimlich”. Sondern nur bedingt. Ähnlich ist es bei “gemein” und “ungemein”.  Ganz schwierig wird es dann bei “unbeschreiblich” oder “unglaublich” – denn “beschreiblich” oder “glaublich” gibt es überhaupt nicht!

Das trifft übrigens auch für Substantive zu. Man sollte nicht glauben, dass “Ungemach” das Gegenteil von “Gemach” wäre. Den Unterschied zwischen Kosten und Unkosten hat mir sowieso noch niemand erklären können.

Zum Schluss noch etwas ganz anderes. Wenn einer meiner unzahlreichen Leser dafür eine Quelle kennt, will ich die hier gern nachreichen. Es geht um die Veränderung der deutschen Sprache je nach Tageszeit. Glaubt ihr nicht? Wie lässt sich dann das erklären? Tagsüber heißt es: der Weizen, das Korn – aber abends sagt man plötzlich: das Weizen, der Korn. Unglaublich, oder?

 

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Alles kein Zufall?

In den letzten Jahren war ich kein großer Fan von Elke Heidenreich. Sie kam mir zu selbstgefällig, zu humorlos vor, und eine Weile erschien sie in Deutschland quasi als die letzte Instanz der Literatur, die entscheidet, was lesenswert ist und was nicht. Deshalb hätte ich mir vermutlich kein Buch von ihr gekauft – aber wenn ich es geschenkt bekomme, schaue ich natürlich auch rein.

Und siehe da: “Alles kein Zufall” ist eine unterhaltsame Sammlung von Geschichten, manchmal nur kurze Gedankensplitter, manchmal sehr ehrliche Einblicke in das Leben der Autorin. Einerseits hat es mich ein wenig mit ihr versöhnt, andererseits auch herausgefordert. Könnte ich so was auch?

HünengrabIch versuche es einfach mal. In nächster Zeit werden hier also ein paar Kolumnen erscheinen, die nichts von der großen Dame abkupfern wollen, aber vielleicht durch das Konzept inspiriert wurden. Ich sammle gerade Ideen. Und bin ganz motiviert.

Um irgendwo einzusteigen und damit dieser Post nicht völlig ohne Blickfang bleibt, füge ich das Foto eines Hünengrabs ein, das in der Nähe von Wildeshausen unter dem Namen “Brautwagen” bekannt ist. In der Gegend (wo ich kürzlich ein paar Tage Urlaub gemacht und das besagte Buch gelesen habe) gibt es nämlich jede Menge Hinkelsteine, die nicht zufällig dort liegen, sondern von unseren Steinzeit-Vorfahren mit großen Anstrengungen aufgestellt wurden. Normalerweise würde man an solchen Klötzen sonst ja mit wenig Interesse vorüberlaufen, aber zu wissen, dass die von Menschenhand angeordnet wurden, finde ich faszinierend. Wie mühsam muss das gewesen sein – und was hat die Leute dazu gebracht? Soweit ich weiß, sind sich die Historiker darüber nach wie vor nicht einig. Vielleicht werden wir es nie erfahren. Da kann man ja wenigstens mit ein bisschen Ehrfurcht davor stehen bleiben.

 

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Ich wünschte, das wäre mir eingefallen.

Große Aufregung dieses Wochenende: laut Präsident Trump ist etwas Schlimmes in Schweden passiert, aber selbst die Schweden wissen nicht, was das gewesen sein könnte. Für mich gab es natürlich nichts Wichtigeres, als dem auf den Grund zu gehen (und damit für eine Viertelstunde  einfach mal im Internet rumzustöbern) – und dabei bin ich auf diesen Geniestreich gestoßen:

Börder WallNachzulesen mit allen Details beim Postillon. Eigentlich hatte ich diese unterhaltsame Seite auch als Ursprung der Nachricht vermutet, nach der in Limburg eine Veganerin durchgesetzt hat, dass das Glockenspiel des Rathauses ab sofort das Lied “Fuchs, du hast die Gans gestohlen” nicht mehr spielen darf – aber das ist wohl tatsächlich passiert. Die besten Geschichten schreibt also immer noch das Leben selbst. Und ich sitze hier und bedaure, dass ich nicht auf solche lustigen Ideen komme… das hätte eine tolle Story für ein Buch werden können!

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Weihnachten kommt immer so plötzlich

christmas-1808550_1920 kleinHatte ich diesen Titel schon mal? Könnte sein. Mit Erschrecken habe ich festgestellt, wie lange dieser Blog schon brachliegt, obwohl ich der Meinung war, ich hätte erst kürzlich was geschrieben.

Aber jetzt ist Adventszeit und damit Zeit für die neue Weihnachtsgeschichte. Die kann man hier herunterladen: Weihnachtsgeschichte 2016 und wie immer nach Belieben ausdrucken, weiterreichen oder anderen vorlesen. Dieses Mal ist sie durch persönliche Erfahrungen inspiriert worden, aber die Details überlasse ich der Fantasie des Lesers (es sei denn, er oder sie erkennt eigene Erlebnisse wieder…)

Wie dem auch sei: ich wünsche allen Lesern und Besuchern meiner Webseite eine schöne Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2017. Seien wir gespannt, was es mit sich bringt.

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Jetzt auch als schräges Taschenbuch

Cover BuchWeil es ja immer noch Leute gibt, die Romane lieber in Papierform lesen, ist “Schräg lass nach” jetzt auch als Taschenbuch bei Amazon erhältlich. Wir haben dafür das Cover etwas geändert, aber sonst ist alles gleich geblieben: nach wie vor muss Nina ins Sauerland emigrieren, weil ihr Mann Stefan das für eine gute Idee hält. Achim glaubt, sie wollte sich von einem Nervenzusammenbruch erholen, Holger will sie zum Versuchskaninchen für seine Verdauungs-App machen, und Magnus muss sich entscheiden, ob er immer noch auf sie sauer sein soll oder nicht.

Wenn alles so läuft, wie ich es gerne hätte, folgt demnächst die Fortsetzung dazu, Arbeitstitel: “Immer der Nase nach”. Aber das wird noch ein Weilchen dauern… Ich halte euch auf dem Laufenden.

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