Worüber man schreiben kann

Fast jeden Tag lese ich irgendwas in der Zeitung, das in mir den Gedanken hochkommen lässt: das könntest du in einem Roman verwenden. (Leider denke ich nicht immer daran, es in diesem Blog zu verwenden, aber vielleicht möchten Sie ja auch nicht alles wiederholt bekommen, was Sie in der Zeitung bereits gelesen haben.)

Heute zum Beispiel war es die Tatsache, dass Franz Müntefering in dem ICE saß, der den Zusammenstoß mit einem Traktor hatte. Franz Müntefering saß vor einiger Zeit auch in einem Flugzeug, das in Stuttgart notlanden musste, und vermutlich wird er jetzt keine Kreuzfahrt mehr buchen (obwohl er das Alter der Kernzielgruppe hat), weil zu befürchten steht, dass das Schiff dann in Seenot gerät oder vor Spitzbergen von somalischen Piraten… nein, das wäre jetzt doch zu weit hergeholt. Über so was kann nur Terry Pratchett schreiben. Oder Douglas Adams.

Aber tatsächlich gibt es wohl Leute, die wiederholt so etwas erleben. Wenn man das aber in einem Roman beschreibt, dann schreien alle “Unglaubwürdig!!!” Obwohl es mich reizen würde. Ähnlich wie das unglaubliche Glück von Freunden, die schon zum wiederholten Mal Reisen und ein Auto gewonnen haben. Ich habe – glaube ich – nichts mehr gewonnen, seit ich damals (1967 oder so) beim Preisausschreiben zum Weltspartag “Wir Kinder von Bullerbü” überreicht bekam. Dabei nehme ich an jedem Preisausschreiben teil, bei dem eine Reise nach New York zu gewinnen ist. New York ist nämlich meine Lieblingsstadt, was überraschend ist, wenn man bedenkt, dass ich so ein Ur-Sauerländer bin und auch immer darüber schreibe.

Wie kam ich jetzt darauf? Ach ja, Inspiration. Die ist nämlich überall. Nur ich bin nicht überall. Und vor allem nicht in einem ICE. Denen vertraue ich nämlich nicht. Franz Müntefering vielleicht auch nicht mehr. Ach ja.

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