Wo sind denn die Männer?

Wie schon erwähnt, lasse ich mich manchmal von der Zeitung zu einem Blogbeitrag inspirieren. Und heute früh las ich doch, dass die Hospizarbeit dringend Männer sucht. Als Rollenvorbild. Und das kenne ich aus eigener Erfahrung aus der Mitarbeit in sozialen Einrichtungen: da gibt es viel mehr Frauen als Männer, sowohl bei den Angestellten wie auch unter den Ehrenamtlichen. Ähnlich ist das Verhältnis wohl bei Grundschullehrern, Kindergarten-Erziehern und ähnlichen Berufen. Dabei bräuchten unsere Kinder – Jungen wie Mädchen – so dringend männliche Ansprechpersonen und Vorbilder.

Wo sind die Männer? Schließlich werden auch Ingenieure gesucht ohne Ende, also sind sie da auch nicht. Bei der Bundeswehr sind es  ja ebenfalls nicht mehr viele, und den Freiwilligendienst brechen sie ab. Wo verstecken sie sich, wenn die Bundesliga-Stadien geschlossen sind? Sitzen sie als Sachbearbeiter in Behörden?

Einen habe ich gefunden, der betreibt investigativen Journalismus in einer Kochsendung. Er sieht ja ganz nett aus, aber seine Fragen („Und wie macht man so Grießklöße? Man tut da Grieß rein?“) sind nicht unbedingt von Sachkenntnis getrübt. Manchmal auch nur schlicht unangemessen („Warum hast du eigentlich diesen Freund nicht geheiratet?“).

Nun frage ich mich sowieso, warum ich mir immer wieder kurz nach Mitternacht eine Sendung angucke,  von der ich nur zur Unzeit hungrig werde. Vielleicht fehlt mir auch das richtige Rollenvorbild?

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