Man kann nicht immer gewinnen

Glück hat auf Dauer nur der GlücklicheDamit gewöhne ich mich schon mal an den Gedanken, dass mein Buch nicht das einzige Manuskript ist, das beim “Kindle Storyteller 2015″-Wettbewerb eingereicht wurde. (Und gerade hat ja auch mein Sohn Jesko das umgekehrte Date bei EinsLive gewonnen… aber das ist eine andere Geschichte.)

Gleichzeitig ist es aber auch der Ausgangspunkt dieser Geschichte: Beate wird von ihrer Familie gedrängt, mit Oma Alma zusammenzuziehen, damit ihre Schwester samt Familie Omas Haus übernehmen kann. Das Argument: sie ist alleinstehend, weil sich ihr Freund von ihr getrennt hat. Und das tat er, nachdem die Agentur, in der sie beide gearbeitet hatten, Insolvenz anmelden musste. Harte Zeiten. Aber das ist ja nun mal meistens die Basis für eine Geschichte: die Heldin (ja, bei mir sind die meistens weiblich, ich schreibe doch für Frauen!) gerät in eine Situation, aus der sie sich herauskämpfen muss. Sonst wär’s ja langweilig.

Beate nimmt die Herausforderung an. Ich habe mich gefragt, wie viele junge Frauen das wohl machen würden – und wie die Oma auszusehen hätte, für die man das tut. Auf jeden Fall sollte Oma Alma nicht ein hilfloses altes Mütterchen sein, sondern eine Frau mit Persönlichkeit. Und fast wie von selbst ergab sich ein Bild von ihr: unkonventionell und humorvoll. Deswegen hat sie die verunstalteten Redewendungen als Markenzeichen bekommen, mit denen sie oft ihre Gesprächspartner überrascht.

Allein die auszutüfteln hat riesig viel Spaß gemacht. “Viele Wege führen um Ulm herum” oder “was lange stört, wird endlich gut” sind Sätze, über die ich mich schon beim Schreiben gefreut habe. Manchmal, wenn ich mit dem Manuskript selbst nicht weiterkam, habe ich meine Liste mit Oma-Alma-Sprüchen geöffnet und ergänzt. Deswegen gibt es noch einige, die es gar nicht bis ins Buch geschafft haben: “die Küche im Dorf lassen” zum Beispiel oder “der Weg zur Hölle ist mit vielen Vorschriften gepflastert”. Wenn Sie noch eigene Vorschläge haben – immer her damit! Ich glaube, ich muss Oma Alma auf jeden Fall noch in einem anderen Buch auftauchen lassen. Im Prinzip arbeite ich schon daran. Bis dahin müssen wir wohl die Dinge harken, die da kommen sollen.

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