Un… logisch

Ein Löwe in freier Wildbahn ist gefährlich. Aber als Stofftier ist er ungefährlich.
Wenn Tim Marie auf seine Party einlädt, ist sie glücklich. Wenn er dann mit Laura flirtet, ist sie unglücklich.
Wir folgern messerscharf: zuerst ist da das beschreibende Adjektiv. Dazu kann man durch die Vorsilbe “un-” das genaue Gegenteil erzeugen.

Aber dann kommen die Ausnahunfugmen. Denn “unheimlich” ist nicht unbedingt das Gegenteil von “heimlich”. Sondern nur bedingt. Ähnlich ist es bei “gemein” und “ungemein”.  Ganz schwierig wird es dann bei “unbeschreiblich” oder “unglaublich” – denn “beschreiblich” oder “glaublich” gibt es überhaupt nicht!

Das trifft übrigens auch für Substantive zu. Man sollte nicht glauben, dass “Ungemach” das Gegenteil von “Gemach” wäre. Den Unterschied zwischen Kosten und Unkosten hat mir sowieso noch niemand erklären können.

Zum Schluss noch etwas ganz anderes. Wenn einer meiner unzahlreichen Leser dafür eine Quelle kennt, will ich die hier gern nachreichen. Es geht um die Veränderung der deutschen Sprache je nach Tageszeit. Glaubt ihr nicht? Wie lässt sich dann das erklären? Tagsüber heißt es: der Weizen, das Korn – aber abends sagt man plötzlich: das Weizen, der Korn. Unglaublich, oder?

 

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